Erste Kautschau in Wieblingen
Bei der Krautschau werden wildwachsende Pflanzen am Straßenrand zwischen Pflasterfugen oder in Mauerritzen gesucht und bestimmt. Ihr Name wird mit bunter Straßenkreide direkt neben der Pflanze auf den Boden geschrieben.
Diese kleinen Pflanzen trotzen der Hitze, Trockenheit, Tritt- und Fahrbelastung, deshalb werden sie „Rebellen in Ritzen“ genannt. Wir brauchen sie dringend u.a. gegen die Folgen des Klimawandels.
Die BUND-Ortsgruppe Heidelberg-Wieblingen hatte zu dieser Krautschau am 16. Mai 2026 eingeladen. Innerhalb einer Stunde konnte eine überraschende Artenvielfalt festgestellt werden: 33 verschiedene Wildblumen und Kulturpflanzen, die Pflasterfugen und Straßenränder erobert hatten, zählte die Gruppe in dieser kurzen Zeit, u.a. Glockenblumen, Wiesenbockbart, verschiedene Storchschnabel- und Kleearten.
Um auf die Vielzahl von Wildpflanzen in unseren Städten aufmerksam zu machen, gibt es seit einigen Jahren die Krautschau, eine bundesweite Mitmachaktion. Sie wurde ursprünglich von der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung in Frankfurt initiiert. Mittlerweile beteiligen sich zahlreiche Organisationen wie der BUND, die Loki Schmidt Stiftung und botanische Vereine deutschlandweit daran.
Die Wieblinger Krautschau machte den Beteiligten viel Spaß. Sie lernten interessante Pflanzen kennen, erfuhren viel über die Artenvielfalt vor der Haustür und über die faszinierenden Leistungen der oft unbeachteten Ritzenrebellen.










